Wie ihr auch im Winter nicht auf Barfußschuhe verzichten müsst

Okt 10, 2015 | News

Ein langer und vor allem sehr heisser Sommer liegt hinter uns und wie das nunmal so ist, der Winter steht damit vor der Tür. Sobald sich der erste Frost ankündigt wird die Wahl der richtigen Schuhe wichtig, Geht es im Sommer in erster Linie darum nicht zu schwitzen, so kommen im Winter Dinge wie Wärme und Griffigkeit auf nassem Untergrund hinzu und machen die Wahl des Schuhs signifikant schwieriger.

Der Nässe- und Kälteschutz

Eines vorneweg: aufgrund der stärkeren Beanspruchung der Fußmuskulatur, der Nutzung des Bewegungsspielraums der Zehen sowie der damit einhergehenden besseren Durchblutung des Fußes ist bei Barfußschuhen keine so starke Fütterung und Isolierung von Nöten wie bei starren Stiefeln und ähnlichen Schuhen.

Nichts desto trotz muss ein winterfester Barfußschuh natürlich eine bessere Isolierung bieten wie ein Sommermodell. Das kann durch eine wind- und wasserdichte Membran geschehen oder ganz klassisch durch die Verwendung von Leder, schlecht geeignet sind Mesh Stoffe, die ja auf Atmungsaktivität optimiert sind.

Durch die Isolierung wird Nässe und Kälte schon einmal aussen vor gehalten, was die Wärme angeht hat man grundsätzlich zwei Möglichkeiten: entweder man hat einen stark gefütterten Schuh oder man greift auf dicke und hochwertige Socken zurück, wir schwören dabei auf Wollsocken aus Merino* oder Schurwolle*.

Persönlich bevorzugen wir den Einsatz von warmen Socken in eher schwach gefütterten Schuhen, weil die Wärmeregulierung bei wechselnden Temperaturen zwischen innen und außen in unseren Augen damit besser funktioniert. Das funktioniert aber nur unter eher gemäßigten Konditionen, bei Minus 10 Grad und Schnee muss es natürlich der richtige Schuh sein.

Eine griffige Sohle ist im Winter notwendig

Eine griffige Sohle ist ein weiterer wichtiger Faktor wenn es darum gehen einen guten Barfußschuh für den Winter zu erkennen. Vibram Sohlen, wie sie bei den Fivefingers aber auch z.B. von Merrell eingesetzt werden, haben eine hohe Griffigkeit auch auf nassem Untergrund. Aber auch andere Hersteller wie Vivobarefoot haben Sohlenkonstruktionen im Sortiment, mit denen man auch auf nassem Untergrund keine Probleme haben sollte.

Isolation von unten – das Problem der dünnen Sohle

Ein kleines Problem sehen wir in der Wärmeisolation von unten. Da ein guter Barfußschuh per Definition eine möglichst dünne Sohle besitzt, um die Wahrnehmung des Untergrunds möglichst wenig zu stören, schließt das an und für sich dicke, kälteisolierende Sohlen aus.

Abgefangen wird das einerseits durch den Einsatz hochwertiger Gummimischungen, die auch bei einer gewissen Stärke noch flexibel sind und andererseits durch die Nutzung von wärmender Schafwolle und ähnlichen Materialien wie Filz als Einlegesohlen. Vivobarefoot bietet zu diesem Zweck beispielsweise spezielle Thermo Einlegesohlen an.

Ihr seht, auch im Winter kann man Barfußschuhe tragen. Wie heisst es so schön: „Es gibt keine schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung“